Tellerlattenrost – es müssen nicht immer nur Leisten sein

TellerlattenrostBei einem Tellerlattenrost handelt es sich um eine alternative Bauweise zum traditionellen Lattenrost, der aus querliegenden Leisten besteht. Ein guter und erholsamer Schlaf ist wichtig, um den täglichen Herausforderungen mit voller Energie gegenüber treten zu können.

Manche Menschen wachen „wie gerädert“ in der Früh auf und klagen über Rückenschmerzen, Kopfweh oder einfach über nicht genügend Schlaf. Eine optimale Unterstützung von Lattenrost und Matratze kann hier einen großen Unterschied machen und auch die Lebensqualität des Einzelnen deutlich erhöhen.

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über den sogenannten Tellerlattenrost. Sie erfahren hier welche Vorteile er bietet, für wen er geeignet ist und welche unterschiedlichen Arten es von dieser Bauweise gibt. Mit diesen Informationen sollten Sie eine gut informierte Kaufentscheidung für maximalen Liegekomfort beim nächsten Lattenrost treffen können. Wie man sich bettet, so liegt man eben bekanntlich auch.

Tellerlattenrost: Der Aufbau

Im Aufbau unterscheidet sich ein Tellerlattenrost deutlich von dem herkömmlichen Leisten- Lattenrost. Ein Tellerlattenrost ist sehr flexibel im Aufbau, wodurch man darauf auch besonders weich liegen kann. Die ausgesuchte Matratze wird nicht auf quer liegende Leisten gelegt, sondern auf kreisförmige Unterstützungsflächen. Auf der Länge einer normalen Querleiste befinden sich herkömmlicherweise fünf oder sechs solche Tellereinheiten nebeneinander angeordnet, wenn es sich um den Rost für ein Einzelbett handelt. Jeder Teller hat nur eine punktierte Aufhängung in dessen Zentrum, wodurch sie auch mehr Freiheitsgrade in ihrer Bewegung haben. Die einzelnen Teller können in alle Richtungen kippen und sich sogar drehen. Mit einer Drehung der einzelnen Teller kann man meist deren Härtegrad einstellen, ähnlich wie bei den Schiebervorrichtungen der Leisten-Lattenroste. Die Einstellung der Härtegrade passt die Unterlage auf hohes oder niedriges Körpergewicht an und trägt somit zu noch höherem Liegekomfort bei.

Im Gegensatz dazu haben die gebogenen Leisten beim normalen Lattenrost nur zwei Auflagepunkte – einen rechts und einen links am Bettrahmen. Die Freiheitsgrade sind dadurch im Vergleich zum Tellerlattenrost, natürlich deutlich eingeschränkter und die Leisten können sich nur federnd in der vertikalen Ebene an den liegenden Körper anpassen.

Durch die Art des Aufbaus, wird der Lattenrost also flexibler und passt sich auch eher an den menschlichen Körper an. In der Regel liegt man dadurch auch weicher auf einem Tellerlattenrost, als auf dem herkömmlichen und die Unterstützungsfläche und durch seine Anpassungsfähigkeit ist er auch speziell bei Menschen mit orthopädischen Problemen sehr beliebt.

Arten des Tellerlattenrosts

Beim Kauf eines neuen Tellerlattenrosts haben Sie die Qual der Wahl aus einer Vielzahl an Modellen. Hier ist natürlich der Preispunkt ein ausschlaggebendes Kriterium, aber auch die Art des Aufbaus, Extrafunktionen und die Passform für Ihr Bettgestell sollten beachtet werden. Hier werden die Unterschiedlichen Arten des Tellerrosts kurz erklärt:

  • Tellerlattenrost mit starrer Aufhängung: Die Latten, auf denen die einzelnen Teller befestigt sind, geben unter Belastung nicht nach und bleiben unelastisch. Die Tellereinheiten selbst sind aber, wie oben erklärt, in alle Kipprichtungen beweglich.
  • Federlattenrost mit Telleraufsätzen: Dabei ist die Unterstützung für die einzelnen Teller ein normaler Federlattenrost. Die Verstrebungen geben also unter Belastung etwas nach und man liegt dadurch noch weicher.
  • Verstellbarer Tellerlattenrost: Es gibt Lattenroste, bei denen die einzelnen Segmente höhenverstellbar sind. Somit können Sie beispielsweise die Kopfteil- oder die Beinstellung je nach Wunsch verändern. Luxusvarianten kommen mit Fernbedienung und Motor, so dass Sie nicht einmal aus dem Bett raus müssen, um von Schlaf- in Leseposition zu kommen. Das hat macht in Sachen Bequemlichkeit natürlich einen großen Unterschied. Achten Sie hier auch auf die Anzahl der vorhandenen Motoren, damit Sie die unterschiedlichen Teile auch unabhängig voneinander einstellen können, wenn das für Sie wichtig ist.
  • Zonen-Lattenrost mit Telleraufsätzen: Hierbei kann man für die einzelnen Segmente des Lattenrosts auch unterschiedliche Härtegrade einstellen. Das dient dazu, dass Körperteile mit unterschiedlichen Eigengewichten, auch optimal unterstützt werden können und, dass der gesamte Lattenrost exakt auf Ihr Körpergewicht eingestellt werden kann.

Was Sie vor dem Kauf noch bedenken sollten:

Tellerlattenrost verstellenDer größte Vorteil dieser Form des Betteinbaus ist der hohe Liegekomfort, der durch das Aufbausystem entsteht. Durch die vielen unterschiedlichen Belastungspunkte, passen sich die Teller viel einfacher auf unterschiedliche Schlafpositionen an. Wenn Sie also zu den unruhigen Schläfern zählen, die sich in der Nacht viel bewegen, dann könnte so en Lattenrost einen große Verbesserung für Ihr Schlaferlebnis bedeuten.

Sind Sie allerdings jemand, der gerne auf sehr harten Matratzen liegt, dann könnten die ersten Nächte auf dem Tellerlattenrost sehr gewöhnungsbedürftig sein. Die Flexibilität der Tellereinheiten bewirkt das nämlich das Gefühl von weicherem Liegen. Wir raten Ihnen in diesem Fall zur Option, einen Tellerlattenrost mit Härtegradverstellung zu kaufen und optimaler Weise auch vor dem Kauf für ein paar Nächte darauf Probe zu liegen.

Wie bei allen Produkten, gibt es auch bei Tellerlattenroste eine große Preispanne im Handel. In der Regel sind Sie allerdings teurer als Ihre Gegenstücke mit nur den Querleisten.

Welche Matratze eignet sich am besten für den Tellerlattenrost?

Für einen optimalen Schlafkomfort ist natürlich auch das Vorhandensein einer qualitativ hochwertigen Matratze äußerst wichtig. Damit die Vorzüge Ihres Tellerlattenrosts auch voll zur Geltung kommen, kombinieren Sie diesen am beste mit einer 7-Zonen Kaltschaummatratze. Aber auch andere punktelastisch Matratzen aus Latex oder eine Federkernmatratze, sind in Kombination mit dem Tellerlattenrost zu empfehlen.

Vor allem bei Menschen mit Gelenksproblemen, die gerne auch auf der Seite schlafen, eignet sich diese Art des Lattenrosts hervorragend. Lassen Sie sich beim Kauf unbedingt gut beraten und wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, dann ist auch ein Probeschlafen sehr zu empfehlen. Mit einem Tellerlattenrost sollten Sie aber auf jeden Fall ein Stück näher am optimalen Schlaferlebnis sein.